In diesem Jahr kein Frühlingsfest der Werbegemeinschaft in Paderborn

Das für den Zeitraum vom 8. bis zum 10. Mai in der Paderborner Innenstadt geplante Frühlingsfest findet nicht statt.
„Aufgrund der Entwicklung der vergangenen Wochen war die Absage absehbar“ sagt Uwe Seibel, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Paderborn. Er zeigt ebenso wie der City-Manager Heiko Appelbaum „absolutes Verständnis für die von der Politik getroffenen Maßnahmen“, auch wenn beide der Ausfall der Traditionsveranstaltung schmerzt.
„Wir standen und stehen im regelmäßigen Kontakt mit den Schaustellern und den Kulturschaffenden, die das Frühlingsfest mitgestalten sollten“, sagt Uwe Seibel. Immer wieder wurde in den vergangenen Tagen auch eine Verschiebung diskutiert. „Von dem Gedanken haben wir uns letztendlich in Absprache mit Organisatoren anderer Veranstaltungen in der Region verabschiedet, da eine sichere Terminierung zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich ist und in der zweiten Jahreshälfte kein Platz im Kalender sei.
„Die Absage tut weh, zumal da die Planungen schon weit fortgeschritten waren“, sagt Heiko Appelbaum. Mit Kelvin Jones und Josh. waren schon die Topacts benannt und die Agentur Lautstrom aus Paderborn hatte weitere Programmpunkte vorgesehen, die nun alle dem Corona-Virus zum Opfer fallen.
„Die Gesundheit hat – das muss man immer wieder betonen – absolute Priorität und die Absage des Frühlingsfestes ist in der aktuellen Situation die logische Konsequenz“, sagt Uwe Seibel und spricht dabei für den gesamten Vorstand der Werbegemeinschaft Paderborn.
Der Entscheidung gingen zahlreiche Gespräche voraus: „Die nach Libori besucherstärkste innerstädtische Kulturveranstaltung sagt man nicht so aus dem Bauch heraus ab. Da gilt es abzuwägen und im Vorfeld alle Beteiligten einzubeziehen. Wir haben frühzeitig die Signale empfangen, dass sowohl die Schausteller als auch die Künstlerinnen und Künstler sehr kurzfristige Entscheidungen tragen. Uns alle verband lange die Hoffnung, dass sich die Situation frühzeitig entspannt. Erst als jetzt sehr deutlich kommuniziert wurde, dass Veranstaltungen mit vielen Tausend Gästen auch unter freiem Himmel bis Ende August keine Chance auf eine Genehmigung hätten, haben wir das Frühlingsfest 2020 abgesagt.“
Uwe Seibel denkt in diesem Kontext auch an die Gastronomie, für die das Frühlingsfest der Werbegemeinschaft alljährlich eine wichtige Einnahmequelle sei. Und auch der für den 10. Mai geplante Verkaufsoffene Sonntag ist hinfällig. Dementsprechend sei es nun wichtig, dass Thema Verkaufsoffene Sonntage gänzlich neu zu diskutieren. „Wir müssen zeitnah über Anzahl und Verortung der Verkaufsoffenen Sonntage sprechen“, sagt Heiko Appelbaum. „Dazu gehört auch die unbedingte Einbindung der Peripherie.“