Kulturelle Wanderungsbewegungen zur Langen Nacht der Kirchen

Zunächst zaghaft, und dann immer lauter erklangen die Glocken im Turm der Paderborner Gaukirche am Marktplatz. Im Rahmen eines Baierkonzertes – zwei junge Musiker aus der Domstadt entlockten den Glocken durch manuelles Anschlagen die imposanten Töne – wurde die Lange Nacht der Kirchen eröffnet. Die Kooperationsveranstaltung der Paderborner Dommusik, der Werbegemeinschaft Paderborn, der City Pastoral und des Pastoralen Raumes Paderborn sowie der Evangelischen Abdinghofkirche zog wieder Hunderte Kulturinteressierte aus der Region in die Paderborner Innenstadt.

Die Gäste bewegten sich, so war es vom Team der Dommusik unter der Leitung von Domkapellmeister Thomas Berning organisatorisch geplant, von Kirche zu Kirche und genossen hier ganz unterschiedliche Konzerte.

Erstmals erfüllte der Domorganist Tobias Aehlig im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen Musikwünsche. So spielte er auf der großen Orgel im Hohen Dom Stücke, die zuvor per E-Mail als Wunsch an ihn herangetragen wurden. Das führte zu Überraschungskonzerten, die allesamt mit großem Applaus bedacht wurden.

Ohnehin gab es den gesamten Abend über viel Zuspruch, der sich in sehr gut gefüllten Kirchen und einem dankbaren Publikum ausdrückte.

Längst hat diese spätsommerliche Gemeinschaftsveranstaltung einen festen Platz im Paderborner Kulturkalender gefunden.

Die Auswahl war groß, den mit dem Hohen Dom, der Gaukirche, der Franziskanerkirche, der Herz-Jesu-Kirche, der Marktkirche, der Abdinghofkirche, der Mutterhauskirche der Vinzentinerinnen, der Busdorfkirche samt Pürting und der Kapelle im Michaelskloster wurden zahlreiche Kirchenräume einbezogen.

Groß war auch der Kreis der aktiv Beteiligten. Neben dem Beier-Team und dem Domorganist Tobias Aehlig waren das der Paderborner Domchor, das Ensemble Flautezza, der Paderborner Frauenchor, die Dombläser, die Abdinghofkantorei, die Mädchenkantorei am Paderborner Dom und der Chor Zwischentöne.

Zudem sorgten noch zahlreiche Helferinnen und Helfer im Hintergrund für einen reibungslosen Ablauf und teils eindrucksvoll illuminierte Gotteshäuser.

Ihnen allen galt der lang anhaltende Schlussapplaus, der dem finalen, im Hohen Dom von Pfarrer Benedikt Fischer gesprochenen Friedensgebet, folgte.

Profitiert haben von dem Wandelkonzert auch die innerstädtischen Gastronomiebetriebe, denn viele Gäste trafen sich hier vor der Langen Nacht der Kirchen zur kulinarischen Einstimmung oder nach der Veranstaltung, um den Abend individuell ausklingen zu lassen.